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Pickleball – Ballsportspaß mit Familie und Freunden

Posted by Julian Eyrich on
Pickleball - a racket game for friends and family

Abwechslung ist auch beim Sport das Salz in der Suppe. Falls Du also Badminton, Frescobol oder Tennis magst, jedoch nach einem etwas anderen, aber dennoch ähnlichen Ballsport suchst, haben wir etwas für Dich: Pickleball. Die Sportart ist bei uns zwar noch recht wenig bekannt. Weltweit spielen aber bereits Millionen von Menschen Pickleball. Wenn Du mehr über die Sportart mit dem ungewöhnlichen Namen – der so gar nichts mit sauren Gurken oder eingelegtem Gemüse zu tun hat – erfahren möchtest, lies einfach weiter.

 


Was ist Pickleball?

Pickleball ist ein noch recht junges Ballrückschlagspiel, das aus den USA kommt. Vereinfacht und etwas unscharf ausgedrückt handelt es sich um eine Mixtur aus Badminton, Frescobol und Tennis. Dabei ist die Spielfläche so groß wie das Doppelfeld beim Badminton. Das Netz ist etwa auf der gleichen Höhe wie beim Tennis und die Schläger ähneln auf den ersten Blick denen, die beim Frescobol Verwendung finden. Pickleball lässt sich sowohl im Einzel wie im Doppel spielen, wobei aber die Größe der Spielfläche – im Gegensatz zu vielen anderen Ballrückschlagspielen – identisch bleibt. Weil der Ball wie beim Tennis einmal aufkommen darf, eignen sich sowohl Hallenböden als auch Hart- bzw. Asphaltplätze als Untergrund gleichermaßen gut. Mit dem Para-Pickleball existiert seit ein paar Jahren übrigens auch eine Variante für Ballsportbegeisterte, die körperlich beeinträchtigt sind. 

Die Erfindung von Pickleball

Der Ursprung von Pickleball reicht bis in das Jahr 1965 zurück. Eigentlich wollte der US-Amerikaner Joel Pritchard mit seinen Freunden Bill Bell und Barney McCallum sowie einigen Familienmitgliedern etwas Badminton spielen. Allerdings konnte niemand einen Federball finden. Also improvisierten sie und wählten einen perforierten Plastikball, der gerade zur Hand war, als Spielgerät. Dieser erwies sich für die Badmintonschläger allerdings als relativ ungeeignet. Also gingen die Freunde in den nahe gelegenen Schuppen und fertigten aus Sperrholz Schläger an. Zudem hängten sie das Netz etwas tiefer. Das improvisierte Spiel machte allen einen Riesenspaß und erhielt bald den Namen Pickleball. Verantwortlich für die Namensgebung war indirekt Joel Pritchards Frau Joan. Denn diese erklärte: „It reminded me of the Pickle Boat in crew where oarsmen were chosen from the leftovers of other boats.“

Die Geschichte von Pickleball

Pickleball war in den ersten Jahren einfach ein großer Spaß. Eine Gesellschaft zum Schutz der Sportart entstand deshalb auch erst 1972. Bis zur Gründung der USA Pickleball Association (USAPA) vergingen weitere zwölf Jahre. Doch dann breitete sich Pickleball in Nordamerika rasant aus und avancierte zu einer der am schnellsten wachsenden Sportarten in den Vereinigten Staaten. Im Jahr 1990 wurde es bereits in allen 50 Bundesstaaten der USA gespielt. Im Jahr 2009 startete das erste größere Turnier, bei dem rund 400 Spieler teilnahmen, die aus 26 Bundesstaaten der USA sowie aus Kanada stammten. 2013 entstand dann in Augsburg der erste deutsche Pickleballverein und fünf Jahre danach hoben Fans der Sportart den Deutschen Pickleball Bund e.V. aus der Taufe. 2019 traten schließlich bei den ersten German Open in Essen mehr als 350 Spieler aus knapp 30 Ländern an. Am beliebtesten ist die Sportart aber immer noch in Nordamerika. Alleine hier soll es rund 3,5 Millionen Spieler geben. Weltweit dürften es inzwischen sogar acht bis zehn Millionen Aktive sein..

Netz und Feld

Wie beim Tennis ist das Netz auch beim Pickleball in der Mitte etwas niedriger. Während es dort lediglich 34 Zoll misst, beträgt die Netzhöhe an den Seiten 36 Zoll. Dank der steigenden Popularität bieten mittlerweile mehrere Hersteller spezielle Netze bzw. transportable Netzkonstruktionen an. Diese sind oft in wenigen Minuten auf- und abgebaut. Alternativ lassen sich auch Badmintonnetze verwenden, die dann aber entsprechend der Vorgaben tiefer hängen sollten.

 

Der Ball

Ursprünglich war das für Pickleball genutzte Spielgerät ja eine Notlösung. Das hat sich jedoch inzwischen geändert. Seit mehreren Jahrzehnten gibt es nicht nur spezielle Bälle, sondern auch Varianten für Outdoor- und Indoor-Plätze. Allen Balltypen gemeinsam ist aber, dass sie aus Kunststoff bestehen, mehrere Löcher aufweisen und optisch an das Spielgerät beim Wiffleball erinnern. Die Herstellung erfolgt durch ein rotierendes Spritzgussverfahren, wobei die Löcher erst durch Bohrungen entstehen, nachdem der Kunststoff ausreichend abgekühlt ist. Zweck dieser Perforierungen ist es, bei jedem Ballwechsel eine gleichmäßige undstabile Flugbahn zu gewährleisten. 

Pickleball: ball

 

Die Schläger

Auch bei den für Pickleball genutzten Schlägern – den sogenannten Paddels – hat sich seit der Erfindung der Sportart viel getan. Holz findet zwar als Material teilweise immer noch Verwendung. Hochwertige Schläger bestehen aber inzwischen auch aus leichteren Funktionsmaterialien und haben zudem speziell beschichtete Oberflächen. Die Bandbreite reicht hier von Grafit, das sehr leicht und für Schläge mit viel Spin ideal ist, über Aluminium und Glasfaser bis hin zu verschiedenen Kompositmaterialien, die vor allem für mehr Power beim Schlag sorgen sollen. Zudem befindet sich im Inneren vieler moderner Paddles ein spezieller Wabenkern. Einsteiger und Freizeitspieler können aber problemlos auch mit einfachen Holzschlägern Spaß haben. Ein Paddle ist etwa 40 cm lang und rund 20 cm breit. Die Formgebung der Trefferfläche erinnert – im Vergleich der eher ovalen Formen bei Tennis- oder Badmintonschlägern – an ein Rechteck mit abgerundeten Ecken.

Pickleball racket: player with pickleball racket in hand 

Die wichtigsten Regeln

Weil es beim Pickleball nur ein relativ dünnes Regelwerk gibt, ist das Spiel sehr einsteigerfreundlich, zumal den Fans von Badminton & Co die meisten Regeln recht bekannt vorkommen dürften. Punkte kann jeweils nur der Aufschläger bzw. das aufschlagende Team erzielen. Die Angabe erfolgt dabei immer über das Netz in die diagonal gegenüberliegende hintere Zone. Wie beim Badminton wird die Angabe stets unterhalb der Hüfte ausgeführt. Der annehmende Spieler muss den Aufschlag einmal auf dem Boden aufkommen lassen und kann dann den Ball beliebig im gegnerischen Feld platzieren. Auch der folgende Ball darf noch nicht als Volley gespielt werden. Danach entfallen beim Ballspiel derartige Restriktionen, sodass Spieler den Ball entweder einmal aufkommen lassen oder als Volley direkt aus der Luft annehmen können. Für einen Satzgewinn sind meistens elf – seltener fünfzehn oder 21 – Punkte sowie eine Führung mit mindestens zwei Punkten erforderlich. Ansonsten wird so lange weiter gespielt, bis der Vorsprung zwei Punkte beträgt. In der Regel ist für den Sieg in einem Match der Gewinn von zwei Sätzen notwendig. Eine Besonderheit beim Pickleball sind die 2,12 Meter (sieben Fuß) breiten Nicht-Volleyzonen, die sich auf beiden Seiten des Netzes befinden. Spieler dürfen diese zwar betreten, den Ball hier jedoch nur spielen, nachdem dieser den Boden berührt haben.

Das macht Pickleball aus

Pickleball ist ein Sport, der sich perfekt mit Freunden und der ganzen Familie spielen lässt, weil er sich für fast alle Altersgruppen eignet. Das Spiel ist zwar dynamisch, durch das im Vergleich zum Tennis kleinere Spielfeld jedoch nicht ganz so konditionell fordernd. Zudem ist das Spieltempo generell etwas langsamer. So ergeben sich kaum schnelle Punkte, sondern vielmehr lange und packende Ballstafetten. Wegen der Nicht-Volleyzonen und den als Unterarmschlag auszuführenden Aufschlag finden Ballwechsel seltener ein abruptes Ende, als das etwa beim Tennis oft der Fall ist. Zudem lässt sich Pickleball auch gut miteinander statt nur gegeneinander spielen. Ziel ist es dann, den Ball möglichst lange Zeit im Spiel zu halten.

 Pickleball: net of an indoor court

Hast Du Lust auf Pickleball bekommen? Dann probiere den Sport doch einfach mal aus! Zum Testen oder für eine kleine Partie zwischendurch lässt sich das Spielgerät auch einfach improvisieren – so haben es schließlich auch die Erfinder dieser Sportart getan. Wenn der Spaß dann groß ist, empfiehlt sich die Anschaffung von speziellem Equipment.

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